Erinnerungen an Lehners von Ulla Stahmer

Hubertus Lehner, den ehemaligen Kunstlehrer meines Mannes, lernte ich kennen, als wir beide seine Ausstellung in Uetersen in der Museumsscheune "Langes Tannen" besuchten. Er war sehr erfreut, einen ehemaligen Schüler zu treffen.

Seit dieser Zeit gab es viele Begegnungen mit dem Künstler, welcher bei Otto Mueller in Breslau studiert hatte.
In der Praxis meines Mannes organisierten wir einige Ausstellungen, auch gemeinsam mit Bildern seiner Ehefrau Gisela Lehner. Frau Lehner hatte es nicht leicht, an der Seite ihres Mannes "gesehen" zu werden, sie war auch eine Künstlerin mit Leib und Seele.
Bei den Ausstellungen stiftete Herr Lehner immer einige Kunstblätter für die Kinderkrebshilfe. Die Ausstellungsbesucher(-innen) erfreuten sich an den ausschweifenden Erzählungen des Malers, in welchen manchmal Dichtung und Wahrheit eng beieinander lagen. Lehner konnte immer wieder die Hörer(-innen) in seinen Bann ziehen, zum Beispiel mit der Geschichte, wie er seinen ersten Hirsch erlegte, oder wie er als kleiner Junge einer Prinzession, die bei den Lehners zu Tisch saß, Zuckerstückchen in den Ausschnitt zählte.
Viele schöne Stunden verbrachten wir auch im Lehnerschen Haus in Heidgraben - umgeben von seinen beeindruckenden bildnerischen Werken. Man war immer willkommen, und die Gespräche versiegten nie.
Diese kleine Erinnerungen schreibe ich für die Tochter des Malers, welche seine Werke (und auch die ihrer Mutter) weiter betreut und wo wir auch immer ein gastliches Haus mit einem Traumgarten erleben.
Es lohnt sich immer, einen Ausflug nach Green Gables zu machen.
Ulla Stahmer